Diabetes: Anzeichen von hohem Blutzucker erkennen
Typ-2-Diabetes
Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes wissen jahrelang nichts von ihrer Erkrankung, weil sie oft lange Zeit keine wesentlichen Beschwerden verursacht. Oft sind die Symptome uncharakteristisch und können auf verschiedene Erkrankungen hinweisen. Manchmal werden bei der Diagnose des Typ-2-Diabetes bereits beginnende Folgeerkrankungen festgestellt. Typ-2-Diabetes beginnt meistens jenseits des fünfzigsten Lebensjahres. In den letzten Jahren erkranken aber auch zunehmend jüngere Menschen und Kinder an Typ-2-Diabetes.
Anzeichen für sehr hohen Blutzucker bei Typ-2-Diabetes können sein:
- beeinträchtigtes Allgemeinbefinden
- Nachlassen der körperlichen Leistungsfähigkeit
- Müdigkeit und Konzentrationsstörungen
- vermehrtes Wasserlassen und gesteigerter Durst
- gehäufte Infektionen (Harnwegsinfektionen, Pilzerkrankungen)
- Juckreiz, vor allem im Genitalbereich
- schlechte Wundheilung, auch bei kleinen Wunden
- Sehstörungen
Allgemein ist das Risiko für einen Typ-2-Diabetes bei Menschen erhöht, die übergewichtig sind und sich wenig bewegen. Außerdem besteht eine familiäre Häufung, das heißt nahe Verwandte von Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.
Typ-1-Diabetes
Bei Typ-1-Diabetes besteht anders als bei Typ-2-Diabetes kein Zusammenhang mit Übergewicht. Die Erkrankung beginnt meistens im Alter unter 20 Jahren. Die Beschwerden sind ähnlich wie bei Typ-2-Diabetes, entwickeln sich aber meistens viel schneller und heftiger.
Anzeichen für sehr hohen Blutzucker bei Typ-1-Diabetes können sein:
- stark vermehrtes Wasserlassen und extremer Durst mit Trinkmengen von mehreren Litern pro Tag
- ausgeprägte ungewollte Gewichtsabnahme innerhalb weniger Wochen
- auffälliger Leistungsknick mit Muskelschwäche, Müdigkeit und stark beeinträchtigtem Allgemeinbefinden
- Übelkeit und Bauchschmerzen
- Sehstörungen
- Konzentrationsstörungen
- gehäufte Infektionen (Harnwegsinfektionen, Pilzerkrankungen)
Wenn Sie diese Anzeichen bei sich oder Ihrem Kind beobachten, sollten Sie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
Autor: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
- Erstellt am: 30. Mai 2007 09:39
- Letzte Aktualisierung: 27. August 2008 15:44
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